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2012

12. bis 14. Oktober 2012

Ort

Hotel Restaurant Alatsee
Am Alatsee 1, 87629 Füssen im Allgäu

Organisation

Roland und Christa


... wieder einmal vollständig!


Frauenpower

Es Geschichtle

von Edwin Griebel

Kluftinger lebt

Smaragdgrüner Alatsee, Nebelschleier, düstere Auffahrt, schwarzmantliger Panflötenspieler, rutschige Pfade, herrliches Essen, knarrende Treppen und Türen – es passte einfach alles, was der Krimi „Seegrund“ bereits im Vorfeld versprochen hatte. Christa und Roland schafften es uns in die Welt von Kommissar Kluftinger zu entführen und die Atmosphäre des Alatsees authentisch erleben zu können. Mit dem Ankommen und den herzlichen Begrüßungen startete ein fulminates Wochenende unter Freunden.

Unbemerkt schlich sich frühzeitig an diesem Abend die Aura des Alatsees still und leise in die Runde der Semestertreffler. Heimlich gesellte sich der sturköpfige eigenbrötlerische Charakter von Kommissar Kluftinger hinzu, der scheinbar durch sein ausgeprägtes Charisma jetzt bereits Spuren hinterließ. Kaum wahrnehmbare Schwingungen breiteten sich im Raum aus. Schmunzeln auf der einen Seite, Ratlosigkeit oder gar Hilflosigkeit machte sich bei dem ein oder andern auf der anderen Seite breit. Manch einer versuchte sich noch dagegen zu stemmen. Es half nichts. Auch die einsame Edwin Seele gab dann endlich nach und ordnete sich dem sich ausbreitenden Gruppenzwang unter. Es bildeten sich zwei Gruppen. Ein noch nie dagewesenes Phänomen. Zum einen die Gruppe der Kommilitonen und zum anderen die Gruppe der Ehepartner. Gerade diese fühlten sich sichtlich wohl. Allmählich breitete sich auch Entspannung unter den Diplom-Ingenieuren (FH) aus. Endlich einmal frei und ungezwungen über Beruf, Technik und der Arbeitswelt der Ingenieure reden zu können, tat sichtlich gut. Geschäker zwischen den beiden Gruppen erzeugte eine entspannte zwanglose Atmosphäre. Allen tat dies sichtlich gut. Gutes Essen und ein guter Tropfen trugen zu einem gelungenen Abend bei, der zu später Stunde die beiden Gruppen wieder zusammenführte.

Für das endgültige Ankommen in Kluftingers Welt des schrägen charaktervollen Allgäuers sorgten die knarzende Treppe zu den Schlafräumlichkeiten zusammen mit den lebendig wirkenden Dielen und Türen. Diese unterhielten den ein oder anderen noch für eine zeitlang mit Dielenmusik in der Einschlafphase zur schaurigen Traumwelt des unscheinbaren nächtlichen Alatsees.

Frisch und ausgeschlafen, wie kann es anderes bei einem Semestertreffler sein, wurde bei einem wunderbaren Frühstück die anstehende Tagestour vorgestellt. Draußen vor der Tür sorgte der Alatsee mit seiner ureigenen, ruhigen Morgenstimmung für ein entspanntes Losgehen. Die Wegeausblicke auf den Weißensee und das sich zeigende Allgäu trugen zu einer guten Unterwegssein Stimmung bei. Vorbei am Weißensee ging es weiter über Almwiesen hinauf Richtung Ruine Falkenstein. Rückblicke auf den Weißensee, Durchschnaufen und Verschnaufen, Übersteigen von Weidezäunen und das Bergangehen zur Ruine stärkten die Erholung und das Vergessen der Alltagsdinge.

Das imposante Burghotel „Auf dem Falkenstein“ begrüßte uns mit seiner einmaligen Lage und den herrlichen Ausblicken. Köstlich und stilecht wurde uns im Burghotel aufgetischt und jeder, fast jeder – „muss Essen denn schon wieder sein“ – genoss das köstliche Mittagessen.

Die Besichtigung der Ruine Falkenstein hatte ihren eigenen Reiz. Dort wurden uns wohlriechende klare feine Verdauungssäfte, man spricht landläufig auch von Schnaps, gereicht, die wohlfeil freiwillige Abnehmer fanden. So gestärkt wurde die herausragende Aussicht über das Vilstal und das sich vor uns ausbreitende Allgäu genossen. Mit der gewonnenen Trittsicherheit wurde der Abstieg mit meisterlicher Leichtigkeit beherrscht und spielend absolviert. Über herrliche Pfade – denglisch Trails – folgten wir mit genussvollen Ausblicken dem Höhenverlauf des Vilstales, angeführt von unserem Guideduo Christa und Roland. Unterwegs konnte ein Einkehrschwung an der Salober Alm nicht vermieden werden, um bei einer kurzen Rast den köstlichen Kuchen und einen kleinen Kaffee zu genießen. Trittsicher und etwas müde ging es talabwärts weiter zum Alatsee.

Dort angekommen hatten Christa und Roland eine weitere Überraschung parat. Ein Panflötenspieler in einem langen schwarzen Hirtenmantel überspannte den Alatsee mit seinen zart gehauchten Flötentönen. Leichtes Schauern, ja Gruseln lag über den gespenstig daliegenden Alatsee.

Nach kurzer Erholungsphase trafen sich alle gut gelaunt zu einem herrlichen Samstagabend im Hotel am Alatsee.

Der sonntägliche Morgen bescherte nach dem gemeinsamen ausgiebigen Frühstück noch einen wichtigen Termin, den äußerst bedeutenden Gruppenfototermin. Also ran an die Fotoapparate. Stative aufbauen, Kamera einrichten, Gruppe bilden, ach ja, da hat doch Uli schon wieder via Fernauslöser die ersten Fotos auf die Speicherkarte gebannt. Die Ergebnisse kennt ihr ja schon von dieser Seite.

Herzlichen Dank sagen wir Semestertreffler an Christa und Roland für die gemeinsame wertvolle Zeit im charaktervollen Allgäu.

Informationen


Übernachtung im Hotel Restaurant Alatsee, Google Maps


Wanderung zur Burgruine Falkenstein, Google Maps, Mittageseen im Burghotel Falkenstein

Die Wanderung am Samstag wurde mit einem GPS Logger aufgezeichnet. Einfach mit Google Earth öffnen.

13.10.2012: vom Hotel Alatsee zur Burgruine Falkenstein und über Saloperalpe zurück

Letzte Änderung: 17.10.2013